Breisgau-Hochschwarzwald – Die Junge Union Breisgau-
Hochschwarzwald veranstaltete im Februar ihre zweite „Landkreistour“.
Nachdem im vergangenen Jahr die Großbaustelle des Badeparadieses in
Titisee-Neustadt besichtigt wurde, waren die Ziele der zweiten Tour die
Bürgerinitiative für eine verträgliche Retention Breisach/Burkheim e.V.
sowie das Herzzentrum Bad Krozingen.
In Breisach erläuterte Lothar Neumann (Vorsitzender der Bürgerinitiative)
mit fachlicher Unterstützung seiner Vorstandskollegen und Mitgliedern auf
beeindruckende Weise das Vorhaben und die daraus entstehenden
Probleme.
So soll nach jetziger Planung beispielsweise ein gigantischer Querdamm
mitten durch den Rheinwald gebaut werden. Dies wird zu weitreichenden
Zerstörungen der Natur führen.
Durch das Rückhaltebecken entsteht stehendes Gewässer, was zu
Zerstörung der Pflanzenwelt, Beeinträchtigung des Lebensraumes und
dadurch zur Abwertung des Naherholungsgebietes führen wird.
Die so genannten ökologischen Flutungen lassen den Anstieg des
Grundwasserspiegels erwarten. Dadurch werden Schäden an
landwirtschaftlichen Flächen sowie auch an Gebäuden und Wohnhäusern im
betroffenen Gebiet wahrscheinlich.
Die Junge Union zeigte sich beeindruckt und überrascht. „Es ist erstaunlich
wie Behörden und Institutionen völlig realitätsfern, unökologisch und
unsinnig Planen“, so Ulli Waldkirch, Vorsitzender der Jungen Union
Breisgau-Hochschwarzwald.
Auch sei es unverständlich, warum sich große Teile der Bevölkerung und
auch einige Politiker scheinbar nicht für dieses große und sehr wichtige
Projekt interessieren, so Ulli Waldkirch weiter.
Abschließend waren sich die Jungen Politiker einig: „Die Bürgerinitiative
leistet sehr gute und sehr wichtige Arbeit. Sie muss unterstützt werden.“
Im Herzzentrum Bad Krozingen wurde die Junge Union von Bernd Sahner
(Geschäftsführender Verwaltungsdirektor) empfangen.
Beim Rundgang durch das Klinikgebäude konnte sich die Junge Union ein
Bild von der Qualität der Einrichtung machen und durfte sogar bei einer
Operation dabei sein. Anschließend war Zeit für eine Diskussion über die
Zukunft und Ausrichtung des Herzzentrums.
Man war sich einig, dass das Herzzentrum Bad Krozingen zu den
wichtigsten Herzzentren Deutschlands zählt und auch international an
Bedeutung gewinnt.

[18.11.2011]